Gruppe Pflegende Angehörige  

Pflegende Angehörige

Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls pflegende Angehörige sind.

06.12.2009, 12:36 Uhr
Eintrag von Wassermann
Liebe Leute, es gibt eine Pflegeversicherung, damit ist professionelle Pflege gesichert.
Mehr info: wepezo@live.at
Habe schon zuviel erlebt.

05.12.2009, 22:26 Uhr
Eintrag von Petra22
Das was von außen kommt, kann man sowiso meistens vergessen. Dakini dir kann ich nur sagen, alles was man im Leben tut wird irgendwann belohnt. Ich bin nicht gläubig, aber an diesem Satz richte ich mich immer wieder auf. Klar ist es schwer wenn man immer wieder alleine gelassen wird und auch die Zukunft für uns die irgendeinmal übrig bleiben ist sehr ungewiss. Aber stell dir einfach einmal vor du würdest dich nicht um deine lieben kümmern. WEr denn sonst? Den Vorschlag mit dem distanzieren kann nur jemand machen, der selber noch nicht in dieser Situation gewesen ist. Ich bin 40, und ich weiß, das das noch nicht alles gewesen ist. Meine Kinder werde selber irgend wann einmal Eltern und ich werde sicherlich so eine verrückte Omi werden. Ich werde viel unternehmen und komischer weise bin ich sehr genügsam geworden. Mir reichts schon wenn ich in meinem Garten werken kann oder mich mit meiner Freundin auf einen Kaffee zusammen setze. Ich würde auf jeden Fall nichts anders machen.

04.12.2009, 18:23 Uhr
Eintrag von Waldfee
Ich sage zu solchen Leuten dann meistens - hast Du/haben Sie schon einmal einen Menschen rund um die Uhr betreut, ohne jegliche Hilfe von aussen? Denn nicht in jedem Falle nützt die möglicherweise zur Verfügung stehende Hilfe von Außen, sprich Heimhilfe, etc. etwas. Wenn ich d.körperliche Situation eines Patienten ständig im Auge haben muß, ist es für mich keine Entlastung, wenn eine mobile Schwester für 20 Min. kommt und mir die Verabreichung einer Insulinspritze abnimmt oder 3x mit dem Waschlappen wedelt,wenn das Bett um 2h nachts voll ist.

04.12.2009, 18:23 Uhr
Eintrag von Waldfee
Ich glaube aus unseren Situationen ist jetzt eines klar hervorgekommen, wir leisten,wir fühlen mit,wir sind mit allen Problemen auf uns alleine gestellt, aber keiner fühlt mit uns, und wie uns jetzt oder in Zukunft geht, interessiert ausser uns selbst auch niemanden. Die Ratschläge der "tollen" Zuhörer, weil Freunde verabschieden sich ohnehin, sind alles nur leere Phrasen, weil sie - wie man ja am eigenen Leibe erfährt - nicht durchführbar sind.

04.12.2009, 13:17 Uhr
Eintrag von Dakini
schaffe das nicht, ich habe genug mit meinen eigenen Problemen zu tun und wenn ich mich auch noch um Deine kümmern muß, bin ich überfordert."
Liebe Grüße
M.

04.12.2009, 13:16 Uhr
Eintrag von Dakini
ich denke, ich werde später einmal einsam und verlassen in meiner Wohnung vor mich hingammeln und keiner wird es merken.
Ist mein Leben denn schon mit 42 vorbei? Was kann ich ändern?
Ich versuche z.B. seit dem Krebstot meines Vaters vor 2 Jahren meine meiden people in meine Nähe zu bekommen, damit ich nicht mehr diese irrsinnige Fahrerei habe und wir das zweite Auto sparen können, aber das ist ein Kampf mit Windmühlen, denn die beiden wollen auf dem Lande wohnen bleiben, obwohl sie nicht mobil sind und nicht in der Lage sind alleine zurecht zu kommen. Jetzt kommt bloß nicht mit-dann mußt du dich distanzieren und die Grenzen setzen-den Spruch habe ich schon so oft gehört, aber versucht das mal, wenn ihr wißt, daß die Familie ohne euch echt aufgeschmissen ist. Die würden eher verhungern als etwas zu ändern und ich kann nicht mehr.
Mein 12jähriger Sonnenschein meinte letztens: "Mimi, ich weiß ja, daß Du auch mal mit mir über Oma und Holger reden mußt, da ist ja sonst keiner. Aber ich

04.12.2009, 13:08 Uhr
Eintrag von Dakini
Hallo alle zusammen,
endlich habe ich einmal wieder Zeit zu schreiben.Mir fällt immer wieder auf, wenn ich Beiträge lese, daß doch alle ziemlich mit ihrer Situation zurecht kommen. Ich meine damit, daß ich mich manchmal frage, was der Sinn des Lebens ist. Meine Situation schlaucht mich jedenfalls enorm, der psychische Druck ist sehr groß und ich stehe ständig unter Strom. Das Leben wird nicht einfacher. Ich meine, ich verdiene kein Geld mehr, seit ich den job für meinen Bruder und meine Mutter aufgegeben habe-ich zahle somit nicht in die Rentenkasse ein für später-ich habe keinen Urlaub und keine Aushilfe-ich und mein Mann haben KEINE Freunde mehr-wir haben keine Zeit mehr zum Ausgehen etc. bzw. ich falle abends einfach um und kann mich überhaupt nicht mehr aufraffen.
Ich denke immer, du machst und tust und kümmerst dich, aber wer macht und tut für dich? Es heißt doch immer, man soll sich vorstellen, wer zur Beerdigung kommt, wenn man tot ist und dementsprechend sein Leben ändern. A

01.12.2009, 07:55 Uhr
Eintrag von Petra22
Sie hat eine MAssive lernschwäche, ist aber trotzdem im Alltag ein sehr aufgewecktes und durchaus gescheites Mädchen. Dadurch sie aber eine ungewöhnlich starke indung zum Papa hat, merkt man bei Ihr an Ihrem lernverhalten, wenn es dem Papa schlecht geht. Viele Leute fragen mich, warum ich eigentlich noch so viel lache. Was soll ich denn sonst tun, den ganzen Tag heulen. Macht´s auch nicht besser. Ich finde man muß aus allem immer das beste machen. Manche haben mich gefragt, warum ich mich nicht scheiden lasse. Ich liebe meinen Mann und werde ihn nie alleine lassen.
Lg Petra

01.12.2009, 07:50 Uhr
Eintrag von Petra22
Hallo Waldfee!
Ja das kommt bei meinem Mann auch oft vor. Du kannst dir gar nicht vorstellen wieviele sogenannte Freunde wir in den letzten 11 Jahren verloren haben. Aber ein Ehepaar ist uns geblieben, die gehen mit uns aich durch dick und dünn. Deren Tochter ist die beste Freundin meiner Tochter. Die 2 waren voriges Jahr sogar mit den Tanten der Freundin in Griechenland auf Urlaub. Diese Zeit hat meiner kleinen richtig gut getan. Mein Sohn ist bereits 18, er ist eine große Hilfe. ER ist auch nicht wirklich ein Jugendlicher, wie man sie so kennt. ER trinkt nicht, nimmt keine Drogen, geht auch nur selten weg. Er geht brav arbeiten, und hat die 3 Berufsschuljahre mit auszeichnung abgeschlossen. Jtzt macht er noch ein 4 Jahr, dann hat er 2 gelernte Berufe. Mein Sohn ist nicht das Kind meines Mannes, aber er sagt immer, dass mein Mann mehr Vater für ihn ist als der eigentliche. Unsere Tochter hat´s da schon ein bißchen schwerer.

30.11.2009, 08:07 Uhr
Eintrag von Waldfee
Hallo Petra22,
Erstmals herzlich willkommen in der Gruppe!
Da hast Du ja die letzten 11 Jahre enorm viel durchmachen müssen, mehr als viele andere in einem ganzen Leben.
Der Zeitraum paßt genau auch zu meiner Situation. Auch mein Mann ist in dieser Zeit sehr sehr krank geworden, und zT war auch bei ihm Diabetes der Auslöser für alles weitere, wobei bei ihm schon vorher auch chronische Grunderkrankungen vorlagen. Seine geistige Verfassung ist ebenfalls so, dass er sehr schnell alles vergißt, sich an manches nicht mehr erinnern kann, zwischendurch aber so "helle" Phasen hat, dass zB wenn jemand mit ihm telefoniert und nicht die ganze Geschichte um seine Erkrankungen kennt, durchaus glauben könnte, er ist total normal und steht im nächsten Moment auf und geht spazieren. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. So das war es leider für den Moment. Beim nächsten Mal mehr.
Lg. waldfee

29.11.2009, 21:56 Uhr
Eintrag von Petra22
Hallo Ihr lieben! Zuerst einmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Petra, bin 39 Jahre alt, bin seit 18.09.1999 verheiratet. Mein Mann heißt Manfred, ist seit 1998 Diabetiker, seit 2006 Dialysepatient. 2007 hat man Im aufgrund der Diabetes sein rechtes Bein amputiert. Am linken Fuß fehlt ihm schon die große Zehe. Er hatte bereits 3 Herzinfarkte, einige Krisen, die er gerade einmal überstanden hat.Bis am 06.10.2009 nahm er am Tag 53!!! Tabletten. Nach einer Ellenbogen op und anschließender Dialyse wurde er nicht mehr wach. Er lag 7 Tage im Koma,wegen einer Schrankenstörung. Danach mußte er 6 Tage auf die Psychiatrie, weil er wahnvorstellungen hatte. Jetzt gehts ihm zwar besser, aber er vergisst halt sehr viel, oder kennt sich zeitweise überhaupt nicht aus. Unsere Tochter (12) leidet sehr unter diesem Zustand und natürlich auch ich. So aber jetzt genug. Freue mich auf Antworten!
Lg Petra

12.09.2009, 20:21 Uhr
Eintrag von Waldfee
Hallo liebe Atelexa und Dakini!

Danke für Eure lieben Beiträge in meiner Gruppe. Ja, Dakini hat vollkommen Recht als pflegender Angehöriger hat man das Gefühl alles ist vorbei. Ich pflege meinen Ehemann, alleine, außer mir ist niemand übriggeblieben, der sich sozusagen etwas um uns antut. Ich weiß zwar "pflegerisch" was wie zu tun ist, etc. das ist nicht das Problem, dafür hab ich offenbar Talent. Aber mental bin ich ausgelaugt und das ist noch untertrieben, zumal mein Mann auch sehr dement ist und gute und schlechte Reaktionen sich permanent abwechseln. Also kein wirklicher Ansprechpartner vorhanden, kein Feedback, etc. Am Ende des Tages hat man viel getan und doch das Gefühl, alles war nichts, weil viele Dinge vorfalle, die alle Zeitpläne verwerfen und letztendlich vieles liegen bleibt. Ok, ich hör schon wieder auf.... wollte eigentlich nur wissen, wie es anderen Menschen geht, wie sie dieses Schicksal meistern.
Lg. waldfee

12.09.2009, 18:40 Uhr
Eintrag von Dakini
Moin Moin,
ich pflege meinen behinderten Bruder und kümmere mich um meine kranke Mutter, seitdem mein Daddy an Krebs gestorben ist. Das schlaucht mich ganz schön und ich habe das Gefühl, daß ein Leben jetzt vorbei ist, da ich für nichts und niemanden mehr genug Zeit habe, weil ich immer zu erschöpft bin.

03.09.2009, 17:11 Uhr
Eintrag von Atelexa
hallo , ich bin zwar kein pflegender Anugehöriger, habe aber doch mit der Pflege beruflich zu tun, stehe gerne für Fragen zur Verfügung,hoffe sie auch beantworten zu können . lg

Gruppen bei kontaktini
Forum beitreten